Mittwoch, 10. Februar 2016

Filmbesprechung - Her



Originaltitel: Her
Veröffentlichung in Deutschland: 27. März 2014
Regie: Spike Jonze
Drehbuch: Spike Jonze
Spieldauer: 126 min.




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Story:

Theodore Twombly ist eine introvertierte und schüchterne Persönlichkeit. In einer nahen Zukunft sitzt er jeden Tag an Auftragsarbeiten für Menschen, die Probleme haben, dem anderen ihre Gefühle zu offenbaren.

Er schreibt für sie Briefe.

Privat ist er allein.
Seine Gefühlswelt bereitet ihm Unbehagen, seine baldige Scheidung von Jugendliebe Catherine eröffnet Zweifel an seiner selbst.
Zur Ablenkung erwirbt er das neue OS (Operating System). Auf seinem Rechner installiert, spricht eine weibliche und sehr symphatische Stimme zu ihm.
Sie nennt sich Samantha.
Samantha lernt schnell und entwickelt mehr und mehr Charakter und Persönlichkeit.
Vorerst eine freundschaftliche Beziehung, wird diese Zweisamkeit viel intimer.
Zugunsten beider Seiten?


























Besprechung:

Theodore ergeht es wie vielen anderen in unserer heutigen Gesellschaft auch. Er ist allein.
Einsamkeit herrscht vor in den überfüllten Städten.
Wir merken schnell, dass ihm seine sozialen Begegnungen schwer fallen und er sich immer mehr zurückzieht.
Im Film Her wird die Informationswissenschaft behandelt. Auch "Affective Computing" genannt.
Es ist ein Verfahren, in dem der Computer, das sogenannte "Operating System" die menschlichen Gefühle und Gemütserregungen aufnimmt, analysiert, rechnerisch zergliedert und künstlich herstellt.
Das OS kommuniziert mit ihm.
Es wirkt menschlich.

Joaquin Phoenix gibt uns in einer perfekten Authentizität diese Gemütserregungen wieder, die eine große Rolle spielen und zeigt seine schauspielerische Leistung. Der Film, wie auch Theodore erscheinen uns befremdlich und doch nah. Wir fühlen mit, wir können Theodore verstehen und wissen um seine Gefühle, die er nach der kaputten Ehe mit seiner Jugendliebe Catherine, nun vorerst zögernd und freundschaftlich seinem Operating System Samantha offenbart.





















Ich empfand großes Unbehagen bei dem Gedanken, dass ein Mensch eine Beziehung mit einer Maschine eingeht. Doch ehrlich gesagt ist dies nicht undenkbar in naher Zukunft. Die Menschen leben sich auseinander, öffnen sich nicht mehr für die Gesellschaft sondern igeln sich ein und bleiben in ihrer Höhle. Wäre es da nicht angenehm eine Stimme, ein OS bei sich zu wissen, dass rund um die Uhr bei dir ist? Sich mit dir versteht? Weiß, wie du bist? WER du bist?
Dieser Film ist speziell. Im positiven Sinne.
Entzückend, gar schon romantisch. Und doch unheimlich.

Wer weiß also wie die nächste Stufe unserer Zivilisation aussehen wird? Wie wir leben werden und uns verhalten gegenüber der Technik und den Mitmenschen?
Ein empfehlenswerter Film über ein schon jetzt existentes Problem unserer Gesellschaft.
Ich war berührt.
Hut ab.




Den Trailer findet ihr wie immer unten, aber ich möchte euch noch einen Song mitgeben, der meiner Meinung nach sehr gut zu Her passt und das Herz erwärmt.


Portishead - "Roads"








Bildquellen:
http://cdn.thedailybeast.com/content/dailybeast/articles/2013/12/21/how-her-gets-the-future-right/jcr:content/image.img.2000.jpg/1387639272951.cached.jpg.dimg.jpg/fc9715b-2.cached.jpg
https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjfHbe1yKTjcaVK7QWS0e2eixVlSoWl17FSFm9ma_tQ78w83NJMOiXmLbj7Nw5nL_eCs_j-pyVZCOOhKlTaX85BnBcmEwDqBv5_q0IvrAYwUCGqHXb9_VPkDraFE3_814tygs7RJ2fafV8C/s1600/her-movie-2013-screenshot-sulking-theodore.jpg+w=1024.jpg
http://www.designworklife.com/wp-content/uploads/2014/01/her-movie-design-work-life.jpg
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Freitag, 25. Dezember 2015

Das Ende der Welt, wie wir sie kennen - Defiance

Hell yeah Nolan is back!

Nachdem wir nun eine ganze Weile warten mussten, ist die 3.Staffel von Defiance endlich angelaufen.



Da spring ich doch vor Freude im Dreieck!
Ernsthaft jetzt.
Wer die Serie nicht kennt, sollte jetzt die Chance nutzen, diesen Titel einmal zu googeln.
Defiance hatte am 15. April 2013 seinen Serienstart in Deutschland und wurde erstmalig in den USA beim Sender Syfy ausgestrahlt. Die 3. Staffel lief am 12.06.2015 an.
Produziert wurde die Serie von den Universal Cable Productions und dem Spieleentwickler Trion Worlds.
Dazu später mehr.
Die Hauptcharaktere sind Joshua Nolan und Ziehtochter Irisa.

























Story:

Es ist das Jahr 2046 und die Erde wurde aufgrund einer Alieninvasion und mächtiger Kriege verwüstet und in Schutt und Asche gelegt. Nach Jahren der Angst, Zerstörung und des Chaos herrschte Waffenstillstand.
Eine Stadt gerät hierbei in den Mittelpunkt dieser Geschichte.
Defiance. Früher stand dort eine Stadt, die hieß St.Louis. Das einstige Wahrzeichen steht noch, kaputt und doch noch existent.
Diese Stadt, im Aufbau und Schmelztiegel der unterschiedlichsten Bewohner, wird von der Bürgermeisterin Amanda Rosewater geführt. Sie will eine funktionierende Stadt, in der Menschen wie Aliens zusammen arbeiten und leben können. Defiance soll DIE neue Heimat werden und gleichzeitig der Schutz sein vor Angreifern aus den Bad Lands. Joshua und Irisa, aus (ich verrate es noch nicht) bestimmten Gründen nach Defiance kommend, erhalten eine ganz besondere Aufgabe und müssen mit den Menschen in und um Defiance klarkommen.




Besprechung:

Feinste Science Fiction bietet sich hier.
Ich möchte ganz ehrlich sein und mit den folgenden Worten Defiance nicht ins falsche Licht rücken. Diese Serie wird oft als Ersatz für die legendäre Serie "Firefly" bezeichnet.
Ich stimme dem nicht zu. Ersatz ist das falsche Wort. Trost das wohl richtige. Es ist ein Trost, dafür, dass Firefly ungerechterweise abgesetzt wurde. Die Zuschauerzahlen müssen ja stimmen, Fox.


Legendär und ungeschlagen: Firefly
Jedenfalls ist es schön, dass es noch Menschen gibt, die an diese Mentalität und Atmosphäre von Firefly angeknüpft haben und uns eine tolle Story eröffneten. Das Setting ist nicht neu, ist uns allen klar, aber es ist eine verdammt tiefsinnige und gut erzählte Story, die mit top besetzten Schauspielern glänzt. Sie hat gute Höhen und Tiefen sowie Momente, die selbst die absoluten "Analytiker" unter uns nicht vorhergesehen hätten.Grins.
Ich höre soviel schlechtes und lese in nationalen wie internationalen Foren die schlimmsten Kommentare. Warum?
Falling Skies kann man in die Tonne hauen, so flach wie das war. In Defiance steckt aber spürbar Herzblut drin.
Ich habe bereits die erste Folge der dritten Staffel gesehen. Und glaubt mir, das Schmuckstück solltet ihr nicht an euch vorbeiziehen lassen, wenn ihr gute Science Fiction wollt.
Trion Worlds ist Mitproduzent der Serie und brachte auch parallel dazu ein Massive Multiplayer Online Third Person Shooter raus mit offener Spielwelt.
Nettes Extra, für Shooter-Unerfahrene leider absolut nichts.

Ich kann euch die Serie wärmstens empfehlen.




Hier ist mal der Zwischentrailer der eine weitere Folge auf Syfy ankündigt.



Bildquelle:
http://www.blastr.com/sites/blastr/files/season2-cast01.jpg
http://img2.wikia.nocookie.net/__cb20130407025251/defiance/images/5/50/Joshua_Nolan_promo.png
https://mindreels.files.wordpress.com/2013/04/irisa1.jpg
https://lh3.googleusercontent.com/zXQMIYRUnqjxEdrMgRx-iX8HupH_np6It697NWNoEKLXxUbk3vuu5gRHS1J0naYLGc5g%3Dw1264

Freitag, 1. Mai 2015

Plug&Play - Verstörendes Game oder emotionale Auseinandersetzung der Gefühle und Sexualität?

Also, ich hab mich mal im Steam Store umgesehen und etwas wirklich sehr interessantes entdeckt.
Wenn ihr "Plug&Play" hört, geht euch doch als erstes durch den Kopf..."Ich stecke ein externes Gerät an den Computer und lege los". Oder?
Umso verwirrter war ich als ich diesen Titel fand.

Protagonisten von "Plug&Play"



















"Plug&Play" ist Kurzfilm und Game in einem, das mit vielen Awards ausgezeichnet wurde und unter anderem Gewinner der Animateka und Cinanima ist.
Ursprünglich basiert das Spiel "Plug&Play" auf den gleichnamigen Kurzfilm von Michael Frei.
DER TYP HIER:



Seine anderen Projekte wie "not about us" könnt ihr hier sehen.
Das Spiel soll uns die Sexualität auf eine ganz andere Art und Weise darstellen.
Es geht um Liebe.
Glaub ich.
Faszinierend und verstörend zugleich.

Hier die offizielle Website, wer einmal selbst den Stecker ziehen möchte:
PLUG&PLAY THE OFFICIAL WEBSITE

Strange













































                                       




Bildquelle:
http://cdn.akamai.steamstatic.com/steam/apps/353560/header.jpg?t=1429729908
https://lh5.ggpht.com/kS-cIAQCwA430ykkf9ykXG8YHNxCIxehsAtYJXsqM_dzs57EM0M9fgthNuSw37KO7Q=h310
http://animalnewyork.com/wp-content/uploads/pnp_image1.jpg
http://barshorts.com/wp-content/uploads/2013/04/michael-frei.jpg
Videoquelle:
https://www.youtube.com/watch?v=EF4x4An1Jds

Donnerstag, 23. April 2015

Boah, welcher Film wird es denn nächsten Samstag Abend?

Wir kennen ja das Problem, die Party in der Stadt ist öde, die Freunde haben keine Lust zum Treffen und dann ist auch noch schlechtes Wetter.
Also ist es Zeit für einen Filmabend!
Aber welcher Film soll es denn werden? Wenn ihr Lust habt und wirklich keine Ahnung was ihr gucken wollt, dann schaut euch doch einmal diese Filmbesprechungen an. Vielleicht spricht euch ja ein Film an. Egal ob Kunstfilm, Drama-,Comedy- oder SciFifilm. Von jedem ist was dabei. Anschauen lohnt sich!































Filmtitel:
























Bildquelle:
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http://www.sf-fan.de/wp-content/uploads/2012/04/IronSky-Keyart__A4.jpg
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http://api.comingsoon.net//images//2012/Skyfall_62.jpg
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Donnerstag, 19. März 2015

Filmbesprechung - Welcher darf es sein?

Ja, der Titel sagt es bereits. Habt ihr vielleicht einen Film, den ich mal besprechen soll?
Oder wollt ihr darüber diskutieren? Gibt es Fragen, die ihr schon immer mal beantwortet haben wollt?

Sind Remakes immer besser? Wie geht ein Filmkuss? Wie viel kostet ein Film? Was ist ein Storyboard?

Spaß, traut euch!

Schickt mir doch einfach eure Filmvorschläge oder Diskussionsthemen per Email an lacomedianger@gmail.com! Ich würde mich über Diskussionsrunden freuen und vielleicht finden wir zusammen Antworten auf eure Fragen!


Bildquellen:
http://www.quickmeme.com/img/ac/ac97bd8ed626f555147011a1e86b69d8ceff31f467558df75776083062c53810.jpg

Donnerstag, 5. Februar 2015

Zeiss Kalender 2015

Letztes Jahr sprach ich von den außergewöhnlichen Bildern der ZEISS Kalender. Umso gespannter war ich für den diesjährigen.
Hollywood-Fotograf Douglas Kirkland lichtete zwei besondere Stars ab. Unter dem Motto "Opera with a Twist" holte Kirkland zwei der bekanntesten Weltstars der Opernbühne vor die Kamera:
Cecilia Bartoli und Rolando Villazón.



Leider können diese Bilder nicht überzeugen. Sie wirken wirr, zusammengewürfelt und nichts sagend.
Sehr sehr schade.

Hier der Beitrag vom letzten Jahr sowie Anschauungsmaterial der besten Zeiss Kalender:
Lovestory in the Big City



Bildquelle:

http://www.muenchenmusik.de/medien/Cecilia_Bartoli_und_Rolando_Villazn-6092.jpg
https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEgs9rvM0_znnuE3P7fQOLxH4KaOeQnd8mMulkl42CPFMHHlXdhFjGWuMaMmHSW7IiLa5bdYhF5ESGxsR_fXqkKIv_kAMVKQB3DjtqgK4JMY_YQwarVwlSP6hk83iY9058mTYjrRH9qUoDA/s1600/zeiss-art-calendar-2015-05.jpg

Montag, 5. Januar 2015

Filmbesprechung - The Darjeeling Limited


Originaltitel: The Darjeeling Limited
Veröffentlichung in Deutschland: 2007
Regie: Wes Anderson
Drehbuch: Wes Anderson, Roman Coppola, Jason Schwartzman
Spieldauer: 105 min.



Story:

Es soll ein Selbstfindungstrip sein, meint Francis. Nachdem die drei Brüder sich ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters nicht mehr gesehen haben, kommen sie im Zug "Darjeeling Limited" in Indien wieder zusammen, mit dem Ziel von Francis, gemeinsam zu ihrer Mutter in ein christliches Kloster in Indien zu reisen. Alle drei haben ein ziemlich zerrüttetes Verhältnis zu ihr. Deshalb vermeidet es Francis, etwas von dem Treffen zu erzählen und nennt es einen spirituellen Selbstfindungstrip. Er will wieder die Familie zusammenbringen. Egal wie.
Der jüngste Whitman, Jack, hat gerade eine Kurzgeschichte mit dem Titel Luftwaffe Automotive vollendet, die deutlich einige Aspekte seines Lebens darstellen. Er selbst will es aber nicht wahrhaben.
Peter, der mittlere Bruder, bezeichnet sich als Liebling des Vaters, was Francis mehr als empört. Damit rechtfertigt Peter es, sämtliche Gegenstände seines Vaters für sich einzunehmen. Peters Frau Alice, von der er sich eigentlich scheiden lassen will, erwartet jetzt ein Kind. Er ist dadurch ziemlich überfordert.
So unterschiedlich und merkwürdig die drei auch sind, so haben sie alle von Anfang an etwas gemeinsam. Alle drei verbindet ein übermäßiger Medikamentenkonsum. Da werden die Pillen rumgereicht als gäbe es kein Morgen.

Durch unschöne Umstände werden die drei schließlich aus dem Zug geworfen.

Es folgen Wanderungen durch die Pampa, ernste Themen und Kontakte mit Einheimischen.
Und als sie endlich nach vielen Problemen, Schmerz und Einsicht das Kloster erreichen um ihre Mutter zu besuchen, wird die ernüchternde Reise weitaus unangenehmer...





Besprechung:

Wes Anderson`s Werke scheinen sich deutlich von den Hollywood Produkten von Spielberg und Emmerich zu unterscheiden. Seine Filme erkennt man sofort, und das liegt daran, dass Anderson ein ganz außergewöhnlicher Regisseur ist. Seine Filme heben sich besonders durch die enorme Authentizität hervor. Wo andere nur kursorisch Geschichten auf die Leinwand bringen und mehr den Effekten zugetan sind, siehe diese Witze namens "The Expendables" und "Mission Impossible - Phantom Protokoll", interessiert sich Anderson primär für die Geschichten. Und das merkt man auch. In allen seinen Filmen.
So komplexe, liebenswürdige und gleichzeitig auch sonderbare Figuren kann nur er erschaffen.
Besonderes Highlight sind die unglaublich bunten Bilder und die überzeugenden Darsteller.
So ein Film gehört auf jeden Fall in die Sammlung und muss gesehen werden!

Traumhafter, farbenfroher und vorallem liebenswürdiger Film, der berührt. Toll besetzt, klasse Dialoge.




Bildquellen:
http://www.dvdbeaver.com/film3/blu-ray_reviews52/darjeeling_limited_blu-ray_/title_darjeeling_limited_blu-ray.jpg
http://24.media.tumblr.com/tumblr_m8vzwmuZ6B1re4uqoo1_1280.png

Freitag, 24. Oktober 2014

Filmbesprechung - Kiss Kiss Bang Bang



Originaltitel: Kiss Kiss Bang Bang
Produktionsjahr: 2005
Regie: Shane Black ("Leathel Weapon")
Drehbuch: Shane Black
Produzenten: Joel Silver
Spieldauer: ca. 99 Minuten
Darsteller:


Story:

Harry hat nur Pech. Er ist ein anständiger Typ. Davon abgesehen, dass er Läden ausräubt. 
Aber sein Kleinganovendasein hat ein Ende, als nach Ladenschluss ein paar Einkäufe erledigt wurden und der Alarm losging. Während seiner hitzigen Flucht vor der Polizei landet er zufällig bei einem Casting für einen Hollywood Krimifilm. Eigentlich wollte er sich nur verstecken, doch ehe er sich versieht, wird er mit dem Flugzeug nach Los Angeles verfrachtet, um Probeaufnahmen zu machen.
Dafür erhält er zunächst Detektivstunden bei einem hartgesottenen Privatdetektiv namens Perry van Shrike, auch liebevoll "Gay Perry" genannt. Als Harry seine alte Freundin Harmony aus Kindertagen wieder begegnet, die hier in Hollywood eine große Schauspielerin werden wollte, spielt er sich als Detektiv auf um sie zu beeindrucken. Doch als Harmony`s Schwester unter merkwürdigen Umständen Selbstmord begeht, bittet sie ihn um Hilfe, denn sie glaubt an Mord!

Als Harry und Gay Perry ermitteln, finden sie Verbindungen zu einem völlig anderen Fall, den sie bereits unter die Lupe nehmen. Und ehe sie bis drei zählen können, sind sie mitten drin und in Lebensgefahr...


Besprechung:

Eine gute Kombination lieferte Shane Black mit Val Kilmer und Robert Downey Jr.
Mit einem super Mix aus Buddy-Action und Film Noir ist dieser Film echt sehenswert! Vollgepackt mit Gags, Action und coolen Sprüchen einfach nur GENIAL.
Dieser  Film ist intelligent und charmant. Diese harte Action, vereint mit wunderbar viel Witz und Eleganz ist  würdig, mehrmals angesehen zu werden. 
Pluspunkt ist der knallharte, schwule Detektiv Perry van Shrike, der wirklich was auf dem Kasten hat, sowie das Voice-Over, das von Harry Lockhart stammt (Robert Downey Jr.), und sich wie ein roter Faden durch den Film zieht, auch mal abbricht und zurückspult, um seine Meinung frei zu äußern oder vergessene Fakten und Geschichten in dem Film vorzustellen. Einfach nur köstlich!
Shane Black, der schon in den 90er Jahren zahlreiche Drehbücher für sehr erfolgreiche Hollywoodfilme schrieb, produzierte hier einen wunderbaren Film, den ich persönlich als seinen besten einstufe.
Bravo! Da hat man Lust auf mehr!
Mehr muss man dazu wirklich nicht sagen!



Bildquellen: 
http://d12vb6dvkz909q.cloudfront.net/uploads/galleries/44195/kiss-kiss-bang-bang.jpg
http://valkilmer.com/images/pics/70/2005_kiss_kiss_bang_bang_019.jpeg
Videoquellen:
http://www.youtube.com/watch?v=ZdDXO-iiuk8

Donnerstag, 4. September 2014

Filmbesprechung - Sterben für Anfänger


Originaltitel: Death at a Funeral
Kinostart: 19.07.2007
Regie: Frank Oz
Drehbuch: Dean Craig
Produzenten: Laurence Maulkin
Kamera: Oliver Curtis


Story:

Es gibt gute und schlechte Tage.
Heute ist die Beerdigung von Daniel`s Vater und es ist ein außerordentlich schlechter Tag- denn er kriegt den falschen toten Vater geliefert. Und das ist erst der Anfang.
Der im Rollstuhl sitzende Onkel Alfie wartet bereits den ganzen Vormittag vor dem  Altersheim, dass ihn jemand abholt.
Daniel`s verschwenderischer Bruder Robert weigert sich, die Hälfte der Beerdigungskosten zu übernehmen und Daniel`s Frau nervt ihn wegen der neuen Wohnung.
Und dann, wenn man denkt es kann nicht schlimmer kommen, bringt Cousine Martha ihren Verlobten Simon mit, der versehentlich ein Halluzinogenes Gemisch geschluckt hat, was Martha`s Bruder, der Pharmaziestudent  Troy, der sein Geld mit synthetischen Drogen verdient, etwas nachlässig in einem Valium-Fläschchen versteckt hat.

Einen Moment später schreit Simon, das alles so grün ist und rammt seinen Kopf in die Gartenhecke.
Und jetzt, wo man wirklich meinen könnte, schlimmer kann es garnicht mehr werden, taucht ein unbekannter Liliputaner auf und meint, er hätte pikante Geheimnisse vom Vater, die er droht auszuplaudern, wenn er dafür nicht einen Teil des Erbes bekommt.
Kurze Zeit später steht Simon nackt auf dem Dach und will runterspringen und Onkel Alfie hat man auf der Toilette vergessen.
Daniel ist fix und fertig. Er versucht alles, um die Beerdigung zu retten und seinem Vater einen würdevollen Abschied zu liefern. Auch wenn er schlussendlich über Leichen gehen muss...





Besprechung:

Als ich die DVD in die Hand nahm, war ich zuerst stutzig. Was sagt uns nur dieser Titel? Ist es ein Horrorfilm? Ein Psychothriller?
Ganz im Gegenteil! Hinter diesem düsteren, im ersten Moment fragwürdigen Titel "Sterben für Anfänger" steckt purer britischer Humor, verpackt in einer Beerdigung und der herausspringt, sobald das erste Malheur sich ankündigt.
Der falsche tote Vater wurde geliefert. Und später erscheint der zugedröhnte Verlobte der Cousine und bringt das völlige Chaos ins Rollen.
Die Idee ist zwar nicht neu und erinnert ein bisschen an "Vier Hochzeiten und ein Todesfall", doch Frank Oz weiß damit umzugehen und rückt es in ein neues Licht. Mit recht unbekannten und unverbrauchten Gesichtern bringt er frische in den Film. Besonders Alan Tudyk fällt hier auf, bekannt aus der Serie "Firefly", der brilliant und authentisch den zugedröhnten Verlobten spielt und die Zuschauer zum Lachen bringt. Eine gelungene Besetzung.


Mit guter Darstellung und Witz ist es ein toller Film. Besonders empfehlenswert für Fans des britischen Humors!




Bildquellen:
http://seite360.de/wp-content/uploads/2010/06/sterben_fuer_anfaenger.jpg
http://www.kulthit.de/bilder/sterben-fuer-anfaenger-3.jpg
Videoquellen:
https://www.youtube.com/watch?v=irZWouOtQ4I

Donnerstag, 21. August 2014

Filmbesprechung - Als das Meer verschwand



Originaltitel: In My Father`s Den
Produktionsjahr: 2004
Regie: Brad McGann
Drehbuch: Brad McGann
Produzenten: Trevor Haysom, Dixie Linder
Basierend auf: Maurice Gee


Story

Der renommierte und viel gereiste Kriegsfotograf Paul Prior kehrt in seine Heimat in Neuseeland zurück, um bei der Beerdigung  seines Vaters dabei zu sein.
Die Familie empfängt ihn nach 17 Jahren mit gemischten Gefühlen.
Kurz danach will er wieder weiter, doch sein Bruder Andrew, der Pauls damaliges Verschwinden immer noch nicht verkraftet hat, bittet ihn darum, eine Weile hierzubleiben und sich um die Hinterlassenschaften und das Haus zu kümmern. Vorerst widerwillig nimmt er an und zieht in dem elterlichen Haus ein.
Kurz darauf kreuzen sich die Wege mit ihm und seiner alten Liebe Jackie, deren Namen er sich als Teenager auf die Zehen hatte tätowieren lassen. Nachdem er eine vorübergehende Stelle als Lehrer an seiner alten Schule annimmt, lernt er Jackie`s 16 Jahre alte Tochter Celia kennen. Es entwickelt sich eine ungleiche, seltsame und doch sehr innige Freundschaft zwischen den beiden.
Paul`s Vergangenheit holt ihn nach und nach ein und er muss sich ihr stellen, bevor er endgültig an ihr zerbricht. 
Als Celia eines Tages spurlos verschwindet, ist den Bewohnern klar, dass nur Paul der Verdächtige sein kann...




Besprechung:

Eine wahrhaft düstere Geschichte verbirgt sich hinter diesem poetisch klingenden Titel.
Was Brad McGann uns hier liefert, ist keinesfalls leicht zu verdauen. In jeder Sekunde stimmig und bildgewaltig liefert er uns ein Familiendrama, das überzeugender nicht sein kann.
In seiner Genialität setzt er uns das grausige Geheimnis während des Films Stück für Stück wie ein Puzzle zusammen. 
Die Besetzung ist als Geniestreich zu bezeichnen. Matthew MacFadyen beweist sich glanzvoll in der Rolle des Kriegsfotografen Paul Prior.
So authentisch er diesen kaputten Charakter spielt, fragt man sich, wie man so überzeugend spielen kann, ohne sich selbst dabei zu verlieren.
Konfrontiert mit der Vergangenheit seiner Familie und der Bekanntschaft mit seiner vermutlichen Tochter Celia hat er vieles zu verarbeiten.
Durch intelektuelle Dialoge und unglaubliche Überraschungen überzeugt dieses melancholisch, tiefgründige und ergreifend dramatische Kunstwerk in jeder Hinsicht.
Ein wahres Filmjuwel, was nicht umsonst bei den New Zealand Screen Awards Auszeichnungen für unter anderem bester Film, beste Regie und bestes Drehbuch erhielt.
Daher Sehenswert!




Bildquellen:

http://www.illusionsprojektor.de/wp-content/uploads/2010/09/meerplakat.jpg
http://i.ytimg.com/vi/E2ESUCyIHUY/0.jpg
Videoquellen:
https://www.youtube.com/watch?v=qoKLNFUyg-E&noredirect=1

Dienstag, 8. April 2014

Filmbesprechung - Shame


Originaltitel: Shame
Veröffentlichung in Deutschland: 1. März 2012
Regie: Steve McQueen
Drehbuch: Steve McQueen, Abi Morgan
Spieldauer: 101 min.


Story:

Brandon ist ein Mann, der gut aussieht und sich gut kleidet. Er ist in seinem Job sehr erfolgreich, hat ein schickes Appartement und pflegt die etwas kühle, aber doch freundschaftliche Beziehung mit seinem Boss.
Er hat eigentlich alles um sicher mit einer eigenen Familie in die Zukunft zu blicken. Doch er führt keine Beziehung. Will er auch nicht. Stattdessen kostet er seine Sexsucht voll aus, überall und zu jeder Zeit. Plötzlich taucht seine psychisch labile Schwester Sissy auf, die darum bettelt bei ihm zu bleiben.
Er willigt ein und ahnt nicht, was auf ihn zukommen wird. Beide haben Probleme. Probleme, die sie nicht ansprechen wollen.
Seine Schwester gerät in unschöne Situationen, denen sie sich nicht bewusst ist. Brandon fühlt sich für sie verantwortlich. Und als sie plötzlich etwas mit seinem Boss anfängt, beginnt die absolute Katastrophe.

Besprechung:

Naja. Als ich von dem Film hörte, war ich nicht begeistert. Ich vermutete einen anspruchslosen Film. Bei einem Film über einen Sexsüchtigen, was wird zu sehen sein? Einfach nur Sex ohne Geschichte? Ein Porno für`s Kino?
Aber hier kommt die Überraschung! Steve McQueens Film ist ein absoluter Diamant.
Dieser Film lebt von seinen Schauspielern.
Absolut glaubwürdig verkörpert Michael Fassbender den smarten Brandon, der Tag für Tag und Nacht für Nacht seine Sexsucht an Frauen auslässt. Doch es reicht ihm nicht. Seine Sucht ist das einzige, was ihn lebendig fühlen lässt. Ohne Sex wäre er zu nichts in der Lage.
Der Zuschauer, wie auch Brandon selbst, merkt nach und nach, dass hinter der bemerkenswerten Selbstkontrolle eine unangenehme, realistische und gespenstische innere Armut herrscht.
Auch seine Schwester Sissy hat Probleme und ist psychisch labil. Sie singt in Bars mit einer so unglaublich zarten und verletzlichen Stimme, das dieses Drama durscheinen lässt, dass beide miteinander verbindet.
Ich hatte lange nicht mehr so etwas emotionales gesehen.
So ein großartiger Film, der mehr durch die unscheinbaren Töne und Bilder überzeugt als durch die Dialoge.
Fesselnd, explosiv, rührend.
Welche eine Schande, dass da keine Oscars angeflogen kamen.



Bildquellen:
https://alyssalinnpalmer.files.wordpress.com/2012/01/shame-movie-poster-new.jpg
http://bilder.filmstarts.de/r_640_600/b_1_d6d6d6/medias/nmedia/18/81/98/98/19869836.jpg
Videoquellen:
https://www.youtube.com/watch?v=_KmS5lMQQJQ

Freitag, 7. Februar 2014

Filmbesprechung - Godzilla



Originaltitel: Godzilla
Premieredatum: 10. September 1998 (Deutschland)
Genre: Action, Horror, Sci-Fi, Thriller
Regie: Roland Emmerich
Drehbuchautoren:

Dean Devlin(Drehbuch) &
Roland Emmerich
(Drehbuch)
Ted Elliot(Geschichte) nur Abspann &
Terry Rosio(Geschichte) nur Abspann und
Dean Devlin(Geschichte) &
Roland Emmerich(Geschichte)






















































































































































Story:

Die Franzosen führten in der Vergangenheit einige Atombombentests durch, die unwissendlich bei unschuldigen Echsen und deren Eiern zu einer Mutation führten, deren Ausmaß sich die gesamte Menschheit nicht vorstellen kann.

Einige Zeit später wird ein japanisches Fischereischiff angegriffen. Dr. Nick Tatopoulos ahnt von alldem nichts, als er entspannt und gut gelaunt seiner Arbeit nachgeht, nämlich Regenwürmer in Tschernobyl mithilfe von Elektrizität an die Erdoberfläche zu locken und unter die Lupe zu nehmen. Prompt wird er nach dem Zwischenfall in Japan vom US-Militär nach Panama geholt, um unnatürliche große Fußstapfen zu untersuchen. Wenig später ist das Ungetüm auf dem New Yorker Fischmarkt und die Katastrophe ist vorprogrammiert.
Plötzlich taucht noch der französische Geheimdienst auf. Unter der Leitung von Philippe Roache ist Tatopoulos gezwungen mit ihm zusammenzuarbeiten. Gemeinsam wollen sie eine Lösung finden  und diese Zerstörung beenden, doch als herauskommt, dass das Monster trächtig ist, scheint alles aussichtslos zu sein...



Besprechung:

Ja, über Godzilla kann man viel diskutieren. 16 Jahre ist es mittlerweile her, als der Film in den Kinos lief. Was kann man heute noch dazu sagen? Immer noch sehenswert? Für  Liebhaber der Katastrophenfilme allerdings.
Der Film von Roland Emmerich hat laut dem Lexikon des Internationalen Films keine eigene Handschrift und zitiert inhaltlich und dramaturgisch die Vorläufer. Ich kann da nur zustimmen. Wer die ersten Filme kennt, indem das Ungetüm die Großstädte zerstört, wird hier schwer etwas neues an diesem Film entdecken.
Dasselbe Prinzip, derselbe Verlauf. Etwas wettmachend ist meiner Meinung nach erstens die gute Besetzung mit Matthew Broderick und Jean Reno, zweitens die damals wohl herausragende Computertechnische Leistung, Godzilla sehr real darzustellen. Mir gefällt es, wie "natürlich" und nicht abgehackt das Tier sich fortbewegt.
Auch ist zu beachten, dass hier zum ersten Mal ein "Godzilla" Film außerhalb von Japan gedreht und produziert wurde.
Auch wenn ein kommerzieller Flop vorrausgesagt wurde, spielte der Film weltweit über 370 Millionen Dollar ein und deckte damit komplett die Produktionskosten.
Also ist dieser Film ein Erfolg geworden. Doch wer nicht viel von Katastrophenfilmen hält mit quälend langen Zerstörungssequenzen und meist dürftigen Humor, sollte es sein lassen.


Bildquellen:
http://www.followingthenerd.com/site/wp-content/uploads/godzilla_poster_1998.jpg
http://derekwinnert.com/wp-content/uploads/2013/11/godzilla.jpg
Videoquellen:
https://www.youtube.com/watch?v=qf2iq19ROhg