Dienstag, 8. April 2014

Filmbesprechung - Shame


Originaltitel: Shame
Veröffentlichung in Deutschland: 1. März 2012
Regie: Steve McQueen
Drehbuch: Steve McQueen, Abi Morgan
Spieldauer: 101 min.


Story:

Brandon ist ein Mann, der gut aussieht und sich gut kleidet. Er ist in seinem Job sehr erfolgreich, hat ein schickes Appartement und pflegt die etwas kühle, aber doch freundschaftliche Beziehung mit seinem Boss.
Er hat eigentlich alles um sicher mit einer eigenen Familie in die Zukunft zu blicken. Doch er führt keine Beziehung. Will er auch nicht. Stattdessen kostet er seine Sexsucht voll aus, überall und zu jeder Zeit. Plötzlich taucht seine psychisch labile Schwester Sissy auf, die darum bettelt bei ihm zu bleiben.
Er willigt ein und ahnt nicht, was auf ihn zukommen wird. Beide haben Probleme. Probleme, die sie nicht ansprechen wollen.
Seine Schwester gerät in unschöne Situationen, denen sie sich nicht bewusst ist. Brandon fühlt sich für sie verantwortlich. Und als sie plötzlich etwas mit seinem Boss anfängt, beginnt die absolute Katastrophe.

Besprechung:

Naja. Als ich von dem Film hörte, war ich nicht begeistert. Ich vermutete einen anspruchslosen Film. Bei einem Film über einen Sexsüchtigen, was wird zu sehen sein? Einfach nur Sex ohne Geschichte? Ein Porno für`s Kino?
Aber hier kommt die Überraschung! Steve McQueens Film ist ein absoluter Diamant.
Dieser Film lebt von seinen Schauspielern.
Absolut glaubwürdig verkörpert Michael Fassbender den smarten Brandon, der Tag für Tag und Nacht für Nacht seine Sexsucht an Frauen auslässt. Doch es reicht ihm nicht. Seine Sucht ist das einzige, was ihn lebendig fühlen lässt. Ohne Sex wäre er zu nichts in der Lage.
Der Zuschauer, wie auch Brandon selbst, merkt nach und nach, dass hinter der bemerkenswerten Selbstkontrolle eine unangenehme, realistische und gespenstische innere Armut herrscht.
Auch seine Schwester Sissy hat Probleme und ist psychisch labil. Sie singt in Bars mit einer so unglaublich zarten und verletzlichen Stimme, das dieses Drama durscheinen lässt, dass beide miteinander verbindet.
Ich hatte lange nicht mehr so etwas emotionales gesehen.
So ein großartiger Film, der mehr durch die unscheinbaren Töne und Bilder überzeugt als durch die Dialoge.
Fesselnd, explosiv, rührend.
Welche eine Schande, dass da keine Oscars angeflogen kamen.



Bildquellen:
https://alyssalinnpalmer.files.wordpress.com/2012/01/shame-movie-poster-new.jpg
http://bilder.filmstarts.de/r_640_600/b_1_d6d6d6/medias/nmedia/18/81/98/98/19869836.jpg
Videoquellen:
https://www.youtube.com/watch?v=_KmS5lMQQJQ

Freitag, 7. Februar 2014

Filmbesprechung - Godzilla



Originaltitel: Godzilla
Premieredatum: 10. September 1998 (Deutschland)
Genre: Action, Horror, Sci-Fi, Thriller
Regie: Roland Emmerich
Drehbuchautoren:

Dean Devlin(Drehbuch) &
Roland Emmerich
(Drehbuch)
Ted Elliot(Geschichte) nur Abspann &
Terry Rosio(Geschichte) nur Abspann und
Dean Devlin(Geschichte) &
Roland Emmerich(Geschichte)






















































































































































Story:

Die Franzosen führten in der Vergangenheit einige Atombombentests durch, die unwissendlich bei unschuldigen Echsen und deren Eiern zu einer Mutation führten, deren Ausmaß sich die gesamte Menschheit nicht vorstellen kann.

Einige Zeit später wird ein japanisches Fischereischiff angegriffen. Dr. Nick Tatopoulos ahnt von alldem nichts, als er entspannt und gut gelaunt seiner Arbeit nachgeht, nämlich Regenwürmer in Tschernobyl mithilfe von Elektrizität an die Erdoberfläche zu locken und unter die Lupe zu nehmen. Prompt wird er nach dem Zwischenfall in Japan vom US-Militär nach Panama geholt, um unnatürliche große Fußstapfen zu untersuchen. Wenig später ist das Ungetüm auf dem New Yorker Fischmarkt und die Katastrophe ist vorprogrammiert.
Plötzlich taucht noch der französische Geheimdienst auf. Unter der Leitung von Philippe Roache ist Tatopoulos gezwungen mit ihm zusammenzuarbeiten. Gemeinsam wollen sie eine Lösung finden  und diese Zerstörung beenden, doch als herauskommt, dass das Monster trächtig ist, scheint alles aussichtslos zu sein...



Besprechung:

Ja, über Godzilla kann man viel diskutieren. 16 Jahre ist es mittlerweile her, als der Film in den Kinos lief. Was kann man heute noch dazu sagen? Immer noch sehenswert? Für  Liebhaber der Katastrophenfilme allerdings.
Der Film von Roland Emmerich hat laut dem Lexikon des Internationalen Films keine eigene Handschrift und zitiert inhaltlich und dramaturgisch die Vorläufer. Ich kann da nur zustimmen. Wer die ersten Filme kennt, indem das Ungetüm die Großstädte zerstört, wird hier schwer etwas neues an diesem Film entdecken.
Dasselbe Prinzip, derselbe Verlauf. Etwas wettmachend ist meiner Meinung nach erstens die gute Besetzung mit Matthew Broderick und Jean Reno, zweitens die damals wohl herausragende Computertechnische Leistung, Godzilla sehr real darzustellen. Mir gefällt es, wie "natürlich" und nicht abgehackt das Tier sich fortbewegt.
Auch ist zu beachten, dass hier zum ersten Mal ein "Godzilla" Film außerhalb von Japan gedreht und produziert wurde.
Auch wenn ein kommerzieller Flop vorrausgesagt wurde, spielte der Film weltweit über 370 Millionen Dollar ein und deckte damit komplett die Produktionskosten.
Also ist dieser Film ein Erfolg geworden. Doch wer nicht viel von Katastrophenfilmen hält mit quälend langen Zerstörungssequenzen und meist dürftigen Humor, sollte es sein lassen.


Bildquellen:
http://www.followingthenerd.com/site/wp-content/uploads/godzilla_poster_1998.jpg
http://derekwinnert.com/wp-content/uploads/2013/11/godzilla.jpg
Videoquellen:
https://www.youtube.com/watch?v=qf2iq19ROhg

Mittwoch, 5. Februar 2014

Lovestory in the Big City

Die britische Fotografin Mary Anna McCartney hat zusammen mit ZEISS etwas ganz besonderes ausgeheckt.Wer ZEISS nicht kennen sollte:
Gemma Arterton
Es ist eine internationale Unternehmensgruppe der optischen und opto-elektronischen Industrie.
Weltweit anerkannt arbeitet ZEISS in vielen verschiedenen Bereichen wie in der Mikroskopie, Medizintechnik und bei der Entwicklung von Photo- und Filmobjektiven.

ZEISS bringt jedes Jahr Kunstkalender heraus, die exklusiv den Kunden und Freunden des Unternehmens gewidmet sind.
So auch der diesjährige Kalender, fotografiert von Mary McCartney, unter dem Motto: "Moments in the City"
Alle Fotos wurden mit den aktuellen ZEISS Objektiven fotografiert und haben eine unglaubliche Wirkung, da Mary sich zwei charakterstarke Personen ausgesucht hat, die diese besonderen Momente in der Großstadt New York wiedergeben sollen.
Alec Baldwin und Gemma Arterton.

Alec Baldwin



















New York ist wohlgemerkt der Big Apple. Eine der Weltmetropolen schlechthin. Also ein perfekter Ort um intime Augenblicke im Stil der 60er Jahre einzufangen.
Aufgenommen wurden die Fotografien an außergewöhnlichen Orten, die zumeist der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.
Rundum haben all diese Bilder eine unglaubliche Authentizität und Zartheit, die überzeugt.



Ob auf der Spitze des Empire State Building, im Metropolitan Museum of Art, im Grünen oder auf den stillgelegten Bahngleisen in Manhattan.





Ich persönlich finde diese Bilder wirklich sehr gelungen und eindrucksvoll. Schade nur, dass ZEISS diese Kalender als limitierte Jahresausgabe nur an Kunden und Freunde überreicht.
Auf der einen Seite wunderbar, da die Firma damit ihren Dank und Wertschätzung ausdrückt.
Auf der anderen Seite sehr schade, weil sicherlich noch viele, viele andere diesen Kalender kaufen würden.
Ich zähle mich dazu!
Mein absoluter Favorit ist das letzte Bild für den Dezember. Welcher ist euer?
Die lieben Autoren von AMICA haben einmal alle Bilder zusammengefasst. Schaut es euch mal an!
Wer einmal schauen möchte, was ZEISS sonst noch so macht, riskiert mal einen Blick. Lohnt sich!

Dezember 2014





























In den vorherigen Kalendern kamen ebenfalls sehr eindrucksvolle Bilder zustande. Der Regisseur, Fotograf und Professor für Film Wim Wenders erstellte im Rahmen des Mottos: "Tomorrow Morning" mit Willem Dafoe und Amber Valletta eine kleine feine Geschichte für den ZEISS Kalender 2009.

Amber Valletta und Willem Dafoe, 2009






























Oder letztes Jahr fotografierte der Schweizer Michel Comte unter dem Motto "Boy meets Girl" eine Strecke zusammen mit Patrick Dempsey und Rinko Kikuchi.


























2012 wurden Adrien Brody und Toni Garrn von Ellen von Unwerth aufgenommen. Ihr seht, die Bilder sind alle sehr eindrucksvoll und kunstvoll in Szene gesetzt worden. Ich freue mich schon auf 2015!




Bildquelle:
https://www.samhurdphotography.com/wp-content/uploads/2012/04/alec.jpg
http://www.apnatimepass.com/gemma-arterton-latest-wallpapers-9.jpg
http://www.unitedcharity.de/var/charity_site/storage/images/home/hilfsprojekte/sport-als-chance/zeiss-art-calendar-2/981638-9-ger-DE/Zeiss-Art-Calendar-2.jpg
http://ic.pics.livejournal.com/_pinkpornstar_/1198725/414378/414378_original.jpg
http://static.superillu.de/sites/default/files/styles/article-image/public/media/verena/zeiss_5.jpg?itok=Lj2b8hkP
http://www.tagesspiegel.de/images/247849_3_xio-fcmsimage-20090102212927-006005-495e792769334-heprodimagesfotos83120090103bildneu-jpeg/1408494/2-format43.jpg
http://www.amicella.de/fileadmin/redaktion/Kultur/KunstDesign/ZeissKalender2013/Zeiss-Art-Calendar-2013-01_Januar.jpg
http://blogs.zeiss.com/photo/de/wp-content/uploads/sites/3/2011/12/2_ZEISS_Kalender_2012__Seit.jpg

Mittwoch, 15. Januar 2014

Filmbesprechung - Jeff, der noch zu Hause lebt


Originaltitel: Jeff, Who Lives at Home
Veröffentlichung in Deutschland: 09.August 2012
Regie: Jay Duplass, Mark Duplass
Drehbuch: Jay Duplass, Mark Duplass
Spieldauer: 83 min.


Story:

Pat hat ein Problem. Er ist normal. Viel zu normal. Ein weiterer Grund weshalb er in einer Midlife-Crisis steckt ist das Eheproblem mit seiner Frau Linda.
Sie verbietet ihm einen Porsche zu kaufen. Er wird nach und nach unsicherer und glaubt daran, dass Linda ihn betrügt. Kommen wir auf  seinen Bruder Jeff, so können wir sagen, dieser ist komplett anders. Ein liebenswerter Verlierer und Kiffer, der immer noch bei seiner Mutter Sharon im Keller lebt.
Die Mutter hat genug und wünscht sich nichts sehnlicher, als ihren faulen Jungen endlich aus dem Haus und in ein eigenständiges Leben zu schubsen.
Jeff denkt nicht daran und wartet geduldig auf ein Zeichen des Universums, denn er ist überzeugt, dass der Lebensweg durch das Schicksal vorbestimmt ist.
Als er eines Tages vom Verdacht und der Angst von Pat erfährt, beschließt er ihm zu helfen und Linda hinterher zu spionieren. Für die zwei beginnt ein kleines Abenteuer mit ungewollten Konsequenzen...





Besprechung:

Jeff wirkt zwar wie ein ganz normaler Verlierer im Leben, er ist aber nicht einfach nur eine faule Person, die gerne kifft und über seinen Lieblingsfilm philosophiert, sondern auch noch totunglücklich. Als er sich in seinem Glauben an Schicksalsträchtige und wegweisende Zeichen bestätigt sieht, blüht er förmlich auf und wird ein anderer Mensch.
Der neue Film der Duplass Brüder ist ein Film für sich. Leicht, aber doch gespickt mit derben Witzen und Kiffer-Humor.
Ein trauriger Film mit einer überraschenden Wendung. 

Zart, überraschend, leicht, kribbelnd sind die passenden Worte, die diesen Film beschreiben.
Als Zuschauer kann man die Wut und Frustration von Jeffs Familie nachvollziehen. Aber von Anfang an ist man auf Jeff`s Seite und man möchte nur, dass er aus der Depression flüchten kann und ein neues Leben anfängt, glücklich, zufrieden und ohne Stoff.
Es mag vielleicht kein Film für jedermann sein, ohne Mord, Krieg, Blut und übernatürlichen Wesen. "Jeff, der noch zu Hause lebt" ist etwas für das Herz. Man sollte ihn sich unbedingt anschauen, wenn man wieder an seine Mitmenschen und an sich glauben will!
SEHENSWERT!




Bildquellen:
http://www.critic.de/images/jeff-der-noch-zu-hause-lebt-poster-Jeff_.jpg
http://www.neuepresse.de/var/storage/images/np/freizeit/kino/kinostarts/jeff-der-noch-zu-hause-lebt-komoedie-mit-jason-segel/23703893-2-ger-DE/Jeff-der-noch-zu-Hause-lebt-Komoedie-mit-Jason-Segel_ArtikelQuer.jpg
Videoquellen:
http://www.youtube.com/watch?v=ElaWAsNGpMw

Samstag, 4. Januar 2014

Filmbesprechung - Cloud Atlas


Originaltitel: Cloud Atlas
Veröffentlichung in Deutschland: 15. November 2012
Regie: Tom Tykwer, Andy Wachowski, Lana Wachowski
Drehbuch:David Mitchell, Tom Tykwer, Lana Wachowski, Andy Wachowski
Spieldauer: 172 min.

Story:

Sechs verschiedene Schicksale über einen Zeitraum von 500 Jahren, verpackt in einem Film.
Ein alter Mann mit einer tiefen Wunde im Gesicht und blind auf einem Auge erzählt über Schicksale, die alle miteinander verbunden sind.
1849 im Pazifik.
Adam Ewing, ein amerikanischer Anwalt, bereist den Pazifik und wird bedauerlicherweise mit der Unterdrückung der Maori und Moriori konfrontiert.
1936 schreibt der junge Musiker Robert Frobisher seinem Geliebten Rufus Sixsmith, dass er von einem der besten Komponisten der Zeit eingestellt wurde.
Zwischen den beiden entsteht eine Beziehung, die kein Außenstehender beschreiben kann.
Die aufstrebende und intelligente Journalistin Luisa Rey steckt 1973 zusammen mit dem alten Rufus Sixsmith im Fahrstuhl fest.
Er erzählt ihr heikle Informationen über einen fehlerhaften Atommeiler. Rey wird neugierig und recherchiert.
Während ihrer Recherche wird Sixsmith getötet. Sie wird gejagt.
2012 bekommt der Verleger Timothy Cavendish eine menge Geld mit dem Buch „Knuckle Sandwich“ von Dermot Hoggins. Dieser etwas impulsive Autor hat in einem spontanen Wutanfall während einer Party einen seiner Kritiker vom Dach geworfen.
Hoggins kommt ins Gefängnis und sein Buch wird mehr gekauft denn je. 
Der weibliche Klon Sonmi~451 wird 2144 im koreanischen Neo-Seoul dafür zum Tode verurteilt, ein Mensch sein zu wollen. Als Duplikat besteht ihre einzige Aufgabe darin, in einem Restaurant namens Papasong zu arbeiten. Ihr wurde versprochen, nach zwölf Jahren ins Elysium zu gelangen. Mit Hilfe des Rebellen Hae-Joo Chang kann sie vorerst flüchten, doch wenig später wird sie festgenommen. Kurz vor ihrer Hinrichtung wird sie erneut von Hae-Joo Chang gerettet und sie muss leider entdecken, dass die Reise ins Elysium eine Lüge ist. Sonmi macht einen Aufruf zur Menschlichkeit und für unvoreingenommenen Umgang miteinander. 
2346 freundet sich in einem postapokalyptischen Hawaii der einfache Ziegenhirte Zachary mit Meronym an, der Botschafterin des technisierten Volks namens „Prescients“.
Alle sind in der sterbenden Welt dem Tod geweiht und die Prescients suchen daher nach einem Ausweg. Zachary begleitet Meronym auf die Spitze eines Berges, wo sich eine Kommunikationsstation befindet. Sie suchen einen Weg aus dem Verderben.

Kurze Punkte über den Film. Mehr kann man nicht beschreiben ohne alles zu verraten.



Besprechung:

Emotional. Bahnbrechend. Offenbarend. Traumhaft.

Katastrophal. Banal. Nebulös. Zwiespältig.

Man fand eine Menge Wörter, um die 100 Millionen US-Dollar teure Adaption von David Mitchells Beststeller zu beschreiben. Lana und Andy Wachowski schrieben 2009 das Drehbuch zusammen mit dem deutschen Regisseur Tom Tykwer, bekannt durch Werke wie "Lola rennt" und "Das Parfüm".
Von September bis Dezember 2011 drehten sie den Film weitestgehend in den Studios von Babelsberg und in Berlin.
Wie auch in dem Bestseller "Wolkenatlas" verbinden sich sechs räumlich und zeitlich getrennte Geschichten zu einem Puzzle der rührenden, dramatischen Schicksale.
"Cloud Atlas" gleicht einem kitschigen Liebesfilm, vollbepackt mit Science-Fiction und Thrillerelementen.
Die Schauspieler schlüpfen nicht in eine, sondern in bis zu 6 Rollen. Vom Pazifik im 19. Jahrhundert bishin zur Postapokalypse einer sehr fernen Zukunft ist die Bandbreite des Handlungsgebildes, das durch immer wiederkehrende Motive und Situationen sowie auch die Reinkarnationen einzelner Figuren in Form eines Kometen als Muttermal zusammengesetzt ist, sehr groß.
Im Laufe des Films wechseln Tykwer und die Wachowski-Geschwister zwischen den Zeiten  immer wieder hin und her. Von 1849 befinden wir uns plötzlich im Jahr 2012, dann in 1973 und daraufhin plötzlich in der fernen Zukunft. Kreuz und quer geht es hier durch eine bunt erdachte Geschichte in einem Mosaik der Schicksale.
Die Schauspieler werden per Maske verändert, um trotz der unterschiedlichen Rollen zu unterschiedlichen Zeiten der Reinkarnation zu entsprechen.
Die Bildgewaltigkeit kann sicherlich im Einzelnen vieles wettmachen, die Geschichten sind aber trotzdem nicht ausreichend tiefgründig, die Botschaft in weiten Teilen unklar.
Am Ende fragt man sich vielleicht, was dieser Film jetzt gebracht hat. Mit welcher Botschaft man nach Hause geht. Trotzdem muss man sagen, man sollte ihn sich doch einmal anschauen. Es ist der erste solch einer Art. Er ist bildgewaltig, die Schauspieler charakterstark und gut gewählt.

Ein guter Anfang, der ausbaufähig und, für die Fans des Buches zumindest, auf jeden Fall wert ist, gesehen zu werden.


Bildquellen:
http://images.starpulse.com/pictures/2012/10/15/previews/Cloud%20Atlas-0081-20121015-96.jpg
http://collider.com/wp-content/uploads/tom-hanks-cloud-atlas2.jpg
Videoquellen:
http://www.youtube.com/watch?v=VRrGmoGR08k

Donnerstag, 28. November 2013

Filmbesprechung - The Jacket


Originaltitel: The Jacket
Veröffentlichung in Deutschland: 23. Februar 2006 auf DVD
Regie: John Maybury
Genre: nicht eindeutig zuzuordnen
Drehbuch:
Massy Tadjedin
Tom Bleecker
Marc Rocco
Spieldauer: 103 Minuten


Story: 

Jack Starks wird während des Golfkrieges schwer am Kopf verletzt und überlebt wie durch ein Wunder. 1992 kehrt er als Veteran zurück in seine Heimat Vermont. Die schneebedeckten Straßen sind leer, doch ein einziges Auto steht am Straßenrand. Jack lernt ein kleines Mädchen kennen und ihre Drogenabhängige Mutter, deren Wagen stehen geblieben ist. 
Er repariert ihn und schenkt dem Mädchen als Andenken seine Erkennungsmarke.
Jack geht seinen Weg nach Hause wieder allein und wird später von einem fremden jungen Mann Per Anhalter mitgenommen. Der aber erschießt bei einer Kontrolle einen Polizisten und flüchtet. Jack wird fälschlicherweise als Mörder beschuldigt, für unzurechnungsfähig erklärt und in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. 
Dr. Thomas Becker nutzt Jack als Versuchsobjekt. Ein experimentelles Arzneimittel wird ihm verabreicht. Er wird in eine Zwangsjacke gesteckt und dann in einen Leichenschrank gesperrt, wo er mehrere Stunden in unglaublicher Enge und Dunkelheit mit den Bildern seiner Vergangenheit kämpfen muss.



Besprechung:

Gänsehaut.
Mein erster Gedanke war: Jaaa, Adrien Brody!
Ein klasse Schauspieler, denken wir nur zurück an "Der Pianist".
Auch die anderen Schauspieler waren großartig. Zum Beispiel Keira Knightley, die das seelische Wrack Jackie spielte, die den Tod der Mutter nie verkraftet hatte.
Regisseur John Maybury hat einen Film geschaffen, der in kein wirklich deffiniertes Genre passt. Man kann sagen, er zeigt Mystery, Fantasy-sowie Thriller Elemente. Man merkt auch relativ schnell, wie viel Melodramatik darin steckt. Mit einer super Atmosphäre, kühlen Bildern und grandiosen Schauspielleistungen überspielt der Film die etwas seltsame und verwirrende Handlung. Wieso der Film, der rund 28 Millionen Dollar gekostet hat, nur 6,3 Millionen Dollar in den US-amerikanischen Kinos einspielte, ist mir persönlich schleierhaft. Prinzipiell ist die Geschichte zwar nicht neu, aber die Art der Präsentation ist hochkarätig. Meiner Meinung nach ist das besondere Plus für mich,dass man bei diesem Film selbst interpretieren muss und das gefällt.





Bildquellen:
http://www.moviepilot.de/files/images/0620/1373/jacket.jpg
http://images1.fanpop.com/images/image_uploads/The-Jacket-the-jacket-834603_1920_1459.jpg
Videoquellen:
https://www.youtube.com/watch?v=eKHc97lFvQY

Samstag, 19. Oktober 2013

Filmbesprechung - True Grit


Originaltitel: True Grit
Veröffentlichung in Deutschland: 24. Februar 2011
Regie: Ethan und Joel Coen
Drehbuch: Ethan und Joel Coen
Spieldauer: 110 Minuten

Story:
 


Mattie Ross verlor ihren Vater mit 14 Jahren durch den Verbrecher Tom Chaney. Sie reist von zuhause nach Fort Smith in Arkansas, um ihren ermordeten Vater abzuholen.
Aber sie fährt nicht zusammen mit dem Leichnam nach Hause. Sie will sich an Chaney rächen. Damit das auch gelingt, sucht sie den Mann mit echtem Schneid, der zusammen mit ihr Chaney sucht und festnimmt, um ihn in Mattie`s Stadt wegen des Mordes hängen zu lassen.
Sie engagiert den trunksüchtigen, unberechenbaren Marshal Reuben Cogburn, der seine ganz eigenen Vorstellungen von Recht und Gesetz hat. 
Doch auf ihrer Reise lernen sie den Texas Ranger LaBoeuf kennen, der ebenfalls ein Auge auf Chaney geworfen hat.
Sie geraten aneinander und das Spiel beginnt.



Besprechung:

Ja, diese Westernfilme. Die haben Charme. Die haben Stil.
Die meisten zumindest. True Grit hat es auf jeden Fall.
Nach The Big Lebowski ist True Grit die zweite Zusammenarbeit der Coen-Brüder mit Jeff Bridges, der seine Rolle als Rooster Cogburn wunderbar spielt. So auch Matt Damon. Hailee Steinfeld ist relativ unbekannt. Dieses fast unverbrauchte Gesicht für die Mattie Ross zu nehmen war eine gute Idee. Sie überzeugt.
Um es relativ kurz zu halten, möchte ich sagen, dass True Grit ein wirklich unterhaltsamer Film ist, den man sich mit Vergnügen anschaut, wobei man sich an kurzen Nebenrollen
(wie denen von Josh Brolin,...) erfreuen kann.
Großer Pluspunkt sind die unglaublichen Bilder von den wunderschönen Landschaften,Gebirgen und Flüssen, durch die die drei reiten.
Dieser Film gehört meiner Meinung nach zu den besten Western, die je gedreht wurden. Zusammen mit Spiel mir das Lied vom Tod und Der schwarze Falke sowie Zwei glorreiche Halunken und Vera Cruz. Vor allem weil ich finde, dass dieser Film viel näher am Roman ist als die ursprüngliche Verfilmung von 1969 mit John Wayne.
Ein faszinierender, unterhaltsamer und vor allem visuell beeindruckender Film!!
Der hat echten Schneid.
An die Coen-Brüder:
THANK YOU!


Bildquellen:
http://trailers.apple.com//705/us/media/galleries/paramount/truegrit/TG_JEFF_B_720.jpg
https://indyfilmblog.files.wordpress.com/2011/03/truegrit4.jpg
Videoquellen:
http://www.youtube.com/watch?v=9DM4E7LXHbU